8.12.23

Der Tag danach

Gestern war ein wundervoller Tag. Da konnte der heutige einfach nicht mithalten. Man sollte ihm dafür eigentlich keinen Vorwurf machen. Vielleicht tritt auch langsam ein Gewöhungseffekt ein und es wird langsam Zeit für die Heimreise. Andererseits habe ich heute Bilder von daheim gesehen...

Gleich zu Anfang noch: In Deutschland werden wir ausgelacht, weil wir so streng an die Mülltrennung glauben. Aber die sind hier genau so streng wie wir! In den Appartements gibt es:

  • Altapier
  • Plastikmüll
  • Altglas
  • Nassmüll
  • Restmüll

Bei so einem kleinen Apartement fällt ja nicht so viel Müll an. Und da ist es dann irgendwie albern, wenn in jedem Eimer ein paar Teile landen. Am Ende machen die Müllbeutel mehr Müll als der Inhalt.


Heute Vormittag habe ich einen Spaziergang durch Mazara gemacht. In Mazara habe ich mich eingebucht, weil ich hier auf der Westseite noch ein paar Sachen anschauen wollte, aber auch, weil es nicht mehr weit zum Flughafen ist. Am letzten Tag wollte ich nicht mehr so lange fahren.

Mein Resümee: Mazara kann man anschauen, muss man aber nicht. Interessant ist vielleicht, dass es hier relativ viele Nordafrikaner gibt und das nicht erst seit Kurzem. Es gibt ein ganzes Stadtviertel in der Innenstadt, in dem es afrikanische Restaurants gibt und wo arabisch gesprochen wird. Hier mal ein paar Fotos von meinem Spaziergang.

Am Hafen

Auch am Hafen

Heute früh waren die Cafes gut besucht.

Auf dem Platz der Republik ist ein großer Christbaum aufgebaut. Trotz wunderschöner handbemalter Weihnachtskugeln kommt bei mir da kein Weihnachtgefühl auf.





Vielleicht liegts an den Palmen...

 Das hier ist ein Bild aus dem afrikanischen Stadtteil.

Hier noch ein Bild aus der Einkaufsstraße...

Ein Modegeschäft namens Doppelgänger!?!

Ein Schmetterling! Und so ein schöner!

Später bin ich dann zu einem Steinbruch gefahren. Hier in der Nähe gibt es nämlich auch noch Tempel (in Selinunte), aber da war ich ja nun bereits bestens versorgt mit.

Der Steinbruch ist schon etwas älter (so ca. 2600 Jahre alt). Weil damals plötzlich ein Krieg ausgebrochen ist, haben die Arbeiter wohl alles liegen und stehen gelassen. Man kann daher noch sehen, wie damals die Tempelsäulen aus dem Fels gehauen wurden. Bestimmt keine angenehme Arbei, vor allem im Sommer.

Anfahrt über gottverlassene Nebenstraßen mit Olivenbäumen ohne Ende.

Der Eingang - verschlossen!

Ich bin über den offiziellen Eingang rein. Es gibt wohl auf der Westseite einen Zugang, der offen ist. Erst war zugesperrt. Keine Angaben über Öffnungszeiten weit und breit. Ich habe dann erstmal Mittagspause gemacht und dann war plötzlich auf. Vermutlich passe ich mich schon langsam an den Tagesrythmus hier an.

Hier ein paar Bilder von Steinbruch und Steinen. Leider sieht man die Größenverhältnisse nicht. Die Säulen haben einen Durchmesser von 3 - 4 Metern.



Zwischendurch ein paar Zwergoliven - schmecken ekelhaft...

Hier wachsen die Schnecken. Habe ich NICHT probiert!

Bienen im Steinbruch - warum nicht...

... wo es doch hier so schöne Blümelein gibt.

Und hier sieht man, wir die Säulen aus dem Vollen gehauen werden. Zum Größenvergleich: Der Zwischenraum ist ca. 65 cm laut Infotafel. Da muss ein Mann drin arbeiten können!


Wir erinnern uns: Ein Tempel ist 13 Säulen lang und 6 Säulen breit...

Der Zwischenraum wird über zwei Rinnen geschaffen. Die "Wand" kann dann leicht entfernt werden

Die Zufahrt zum Park bestand übrigens über die letzten 500 m aus einer mit Natursteinen gepflasterten und mit Leuchtern gesäumten Straße. Was für ein Irrsinn dafür, dass da fast keine Besucher waren. Und die Straße war so holprig, das sie schon fast nicht befahrbar war. Irgendwer hat da eine Menge Geld für totalen Unsinn verdient...

Zufahrt

Ja, soweit ganz nett, aber wenig aufregend. Auf Google Maps hatte ich dann noch gelesen, dass in der Nähe eine alte Windmühle restauriert wurde. Also, die wollte ich noch mitnehmen.

Äh. Ok. Unterwältigend.

 Zurück in Mazara habe ich dann noch einen Abendspaziergang gemacht und dabei sind diese Bilder entstanden.

Blick von der Hafenmole

Die Hafeneinfahrt

Kirche Sankt Nikolas - scheinbar Normannisch

Die Altstadt ist ein Labyrinth. Das geht so unendlich weiter!

So. Morgen ist der letzte Tag. Mal sehen was er noch bringt. Ich habe jedenfalls viel Zeit, den mein Flug geht erst gegen 21:35 Uhr. Vermutlich ist das der gleiche Flieger, der vorher die Leute aus Nürnberg bringt. Wenn der wieder Verspätung hat, dann wird das ein langer Abend...

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