5.12.23

Thomas im Montalbano-Land

Also heute war ein etwas ruhigerer Tag. Muss auch mal sein. In der Früh hat es ziemlich stark geregnet. Bestimmt brauchen die Bauern den Regen ganz dringend. Oder so.

Regen ist echt schwer zu fotografieren.

Der Lichtblick: Nachmittags wirds schön!

Na und was macht man bei Regen? Shoppen gehen! In meinem Fall in erster Linie: Essen. Der nächste größere Supermarkt (also größer als eine Doppelgarage) ist ca. 15 min entfernt. Also rein ins Auto und los. Man hat gleich gemerkt, dass die hier den Regen nicht so gewohnt sind.

Hei, wie's spritzt!

Superstore? Najanaja, eher normaler Supermarkt.

Es war endlich an der Zeit, mich mit dem Nötigsten zu versorgen. Und mit dem Unnötigsten.

Dieses Produkt würde in Deutschland keiner kaufen. Oder wär's Kult?

Und so sieht es aus, wenn man den Thomas ohne rechtschaffenes Frühstück zum Einkaufen schickt:

Mist, ich habe das Bier vergessen!

Wie überall in Italien haben die hier im Supermarkt auch Pizza gebacken. Da habe ich für das Mittagessen gleich zugeschlagen. Höchst lecker! Zur Nachspeise gab es echt italienische Orangen.

Und zur Einstimmung ein bisschen Montalbano...

Nach einem kleinen Mittagsschläfchen hat sich die Sonne dann blicken lassen und das war das Signal zum Aufbruch.

Sonniger Blick von meiner Terasse.

So. Und jetzt kann ich mich nicht länger davor drücken. Ich muss das mit dem Montalbano erklären. Ich bin nämlich ein kleiner Montalbano-Fan. Inspektor Montalbano, genauer gesagt. Das ist eine sizilianische Krimiserie nach den Büchern von Andrea Camilieri. Und der Inspektor ermittelt auf Sizilien. Er tut das an der Südküste in einem fiktiven Ort namens Vigata. In den Filmen wird ganz viel von Sizilien gezeigt und das hat mich schon sehr lange gereizt.

Dieses Vigata liegt genau da, wo ich im Moment bin. Zufall? Ich glaube nicht.

Das ist er.

Natürlich sind die Drehorte nicht wirklich alle in der gleichen Kleinstadt. Sie verteilen sich über die ganze Region. Und so habe ich mich aufgemacht, um einige der wichtigsten Orte zu besuchen und die Atmosphäre zu geniesen.

Erster Ort: Modica, nicht weit weg. Die Fahrt war nur so ca. 15 Minuten lang.


Eine typische Gasse in der Altstadt.

Die Kirche San Giorgio, wird oft als Kulisse verwendet. An der Ecke hält immer der Reisebus, mit dem Livia kommt.

Die Kirche ist auch innen sehr schön.

Es gibt etliche Kunstwerke, hier eine Statue des Heiligen Giorgio  (Georg).

Auf dem Boden vermutlich eine Jahres-Sonnenuhr, habe ich jetzt schon öfters in Kirchen gesehen.

Irgendwie gruselig.

Toller Blick von den Stufen aus.

Noch mehr Aussicht.

Und hier wäre deutlich mehr nötig, als ein Eimer Farbe.

So gegen 16:30 Uhr bin ich dann noch nach Scicli aufgebrochen, dort hat der Inspektor seine Dienststelle. Obwohl die Fahrt nicht lange gedauert hat, war es dann leider schon dunkel. War aber trotzdem recht nett. Die Stadt liegt in einer Schlucht und das konnte man in der Dunkelheit fast nur noch erahnen.

Noch eine Kirche (San Bartolomeo)

Das Komissariat!!! In Wirklichkeit ist es das Rathaus. Der Platz davor wirkt viel kleiner als in den Filmen!

Wer sieht den Fotografen? Habe ich zufällig entdeckt. Sollen hier Touristen veräppelt werden?

Die Weihnachtsbäume sind hier ohne Baum! Ist das Betrug?

Die Heimfahrt ging wieder über irgendwelche kleine Straßen durch die Dunkelheit. Hier eine ziemlich tiefe Senke, voll mit Wasser. Wenn man halt immer vorher wüsste, wie tief...

Und zum Abschluss gab es heute Köstlichkeiten aus der Region. Salsiccia Campagnolo, Carpaccio di Bresaola und Pane Casereccio, ein sehr rustikales Brot. Mmmh!

Das Bier dazu war kamerascheu.

Jetzt muss ich mir unbedingt noch das Wohnhaus des Inspektors an der Punta Secca ansehen (direkt am Mehr). Das geht wahrscheinlich nur noch übermorgen. Weil morgen will ich mal die Ostküste hoch. Da gibt es viele antike Bauwerke und den Ätna will ich zumindest mal von Weitem sehen. Um hochzufahren ist die falsche Jahreszeit. Der Berg ist rund 3000 m hoch.

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