2.12.23

Reise und Ankunft in Sizilien

Das Schöne ist ja, dass Sizilien nur zwei Stunden von Nürnberg entfernt ist. Abflug 19:00 Uhr, Ankunft 22:05 Uhr. Zum Flughafen Nürnberg kommt man sehr einfach mit den Öffentlichen. Und in Palermo nimmt man den Zug. Um 23:00 Uhr ist man in der Stadt.

Von wegen! Eigentlich fing alles ganz harmlos an. Es hatte geschneit. Der Flughafen München war zwar zu, aber in Nürnberg gab es keine Probleme.

Keine Probleme? Nein - bis auf einen Flug, der eine Stunde Verspätung haben sollte. Oder zwei Stunden. Zum Schluß sind wir um kurz vor 23 Uhr losgeflogen. Um 0:35 Uhr waren wir da. 🙄 


Problem dabei: Der letzte Zug in die Stadt geht um 00:25 Uhr.

Es hätte alles so einfach sein können. Aber nun stand ich da. Das Taxi in die Staft kostet mit Nachtzschlag wohl so ungefähr 50€. Autsch! Aber dann habe ich die Sammeltaxis entdeckt. Ein Kleinbus, der vollgeladen wird und die Leute dann in der Stadt verteilt, für 8€.

Die Fahrt war... interessant. Ich habe viel gelernt. Die wichtigste Regel: Fahre NIE NIE NIE Samstag Nacht durch Palermo! Es war zum fürchten. Schlimmer als jede Filmkomödie. Schon auf der Autobahn hat der Fahrer den Bus an seine phsikalischen Grenzen gebracht. Die Geschwindigkeitsbegrenzung galt offenbar nicht. Sperrflächen und Standstreifen waren höchst notwendig, um unbeschadet durch die Kurven zu kommen.

Noch schlimmer war es in der Stadt. Dass da nicht mehr passiert ist ein Wunder. Ich hatte die Ehre, auf dem Beifahrersitz zu landen und habe eigentlich immer darauf gewartet, dass uns ein besoffener Jugendlicher ins Auto läuft. Überall fahren Motorroller und E-Roller rum, Beleuchtung optional, Verkehrsregeln auch.

An dem Abend habe ich schon überlegt, ob anfangen soll zu beten. Aber ich glaube nicht, dass das noch was genützt hätte...

Ich war dann der letzte Fahrgast und der Fahrer hat mir angeboten, mich für 20€ zu meiner Unterkunft zu fahren. Frechheit. Das waren ja nur noch ein paar hundert Meter. Und ich bin eigentlich gut zu Fuß. Aber ich hätte es machen sollen. Denn es waren dann doch noch mehr als 15 Minuten und ich bin vom Bahnhof durch irgendwelche ziemlich runtergekommene Straßen gelaufen. Irgendann habe ich nicht aufgepasst und bin in ein ca. 30 cm tiefes Pflanzloch gefallen. Meine Knie haben nur ganz wenig geblutet und die Hose ist noch heil. Alles kein Spaß nachts um 2 Uhr. Gott sei Dank war die Vermieterin noch erreichbar. Sie hat mir ferngesteuert die Wohnung geöffnet und alles mit Gelassenheit genommen. Ich musste also nicht unter einer Brücke schlafen.

Wirklich?!?

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